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Ausgabe 4/19: Planbarer Zahnerhalt bei Parodontitis?

Parodontale Nachsorge über drei Jahrzehnte – wie geht das? Mittels Langzeitstudien konnten Risikofaktoren für Zahnverluste nach Parodontitistherapie identifiziert werden, die das zahnärztliche Team kennen und bei der langfristigen Betreuung der Patienten berücksichtigen sollte. Welche Herausforderungen es zu meistern gilt, schildert das Autorenteam Anne Sophie Engel, Maren Kahl und Christian Graetz vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, in seinem Beitrag anhand wissenschaftlicher Daten und Fallberichte.

Quintessenz für das Praxisteam

Parodontale Nachsorge über drei Jahrzehnte – wie geht das? Mittels Langzeitstudien konnten Risikofaktoren für Zahnverluste nach Parodontitistherapie identifiziert werden, die das zahnärztliche Team kennen und bei der langfristigen Betreuung der Patienten berücksichtigen sollte. Welche Herausforderungen es zu meistern gilt, soll im Folgenden anhand von wissenschaftlichen Daten und Fallberichten geschildert werden.

Zusammenfassung

Der langfristige Zahnerhalt bei Patienten mit Parodontitis stellt in der Regel das übergeordnete Behandlungsziel einer Parodontitistherapie dar. Die jahre- oder jahrzehntelange parodontale Betreuung der Patienten verlangt eine hohe Kompetenz des zahnärztlichen Teams, um dieses Ziel zu erreichen.

Verschiedene Risiko- und Prognosefaktoren können dem Praktiker bei der Entscheidungsfindung für oder gegen Zahnerhalt Hilfestellung leisten. Auf Grundlage einer langzeitdokumentierten Studienkohorte von Patienten aus dem Funktionsbereich Parodontologie des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, konnten verschiedene signifikante Risikofaktoren für Zahnverlust ermittelt werden.

Besonders hervorzuheben ist das Patientenalter zum Behandlungsbeginn; je jünger die Patienten zu Beginn der Behandlung waren, desto geringer war ihr Risiko, Zähne in der nachfolgenden unterstützenden Parodontitistherapie zu verlieren. Vor dem Hintergrund der allgemein zunehmenden Lebenserwartung kann somit ein frühzeitiger Behandlungsbeginn maßgeblich die Langzeitprognose parodontal erkrankter Zähne verbessern.

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